Warum habe ich auf meinem Blog auch eine Seite für meine Arbeit?

Gut, dass Du fragst. Ich habe eigentlich natürlich auch eine Website für mein Unternehmen, auf dem ich theoretisch auch einen Blog betreibe. Praktisch habe ich festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, ständig über so etwas Abstraktes wie Übersetzen zu schreiben.

Ganz ehrlich, es lässt sich leichter jede Woche etwas über Malen und Rosen schreiben als darüber, warum mich der inflationäre Gebrauch von geraden Anführungszeichen auf beiden Seiten oben (Englisch oder Software) statt der typographischen vorne unten und hinten oben (im Deutschen) oder das massive Preisdumping in meiner Branche wahnsinnig machen.

Neil Patel hat mich dann durch seinen Blogbeitrag „Solltest Du einen Unternehmensblog oder einen persönlichen Blog betreiben?“ auf die Idee gebracht, meinen Unternehmensblog einfach in meinen persönlichen Blog einzubinden. Finde ich irgendwie eine gute Idee, obwohl’s gleichzeitig ein gewisses Risiko bergen kann.

Ich gehe dieses Risiko dennoch ein. Das liegt vor allem daran, dass ich besonders Berufseinsteigern auf eine erfrischende und lockere Art verständliche Tipps geben will. Ich bin erst seit ein paar Jährchen im Geschäft, deswegen weiß ich noch ganz genau, wie schwierig die Suche nach hilfreichen und gut verständlichen Ratschlägen war.

In meinen Beiträgen geht es also, warum Du es Dir ganz genau überlegen solltest, wenn Du Dich als Übersetzer selbstständig machen willst, praktische Übersetzungsratschläge, etwa wie Du Dich besser vom Ausgangstext lösen kannst, sowie allgemeine linguistische Tipps. Davon können die einen oder anderen, die nicht zu dem Berufsfeld gehören, sicherlich auch profitieren und zwar aus diesem Grund:

Mir rollen sich wirklich die Zehennägel bei manchen (leider auch erfolgreichen) Blogs hoch. Also kein Bloginhaber muss so wie ich „Du“ groß schreiben, aber die absolute Verweigerung mancher (die das auch klar und eindeutig in Blogbeiträgen wie „Brauche ich für meinen Blog einen Lektor?“ oder „Muss mein Blog perfekt geschrieben sein?“ kommunizieren) macht mich sprachlos.

Im Ernst jetzt, jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, vermeidet tunlichst Grammatikfehler im Allgemeinen und Rechtschreib- und Kommafehler im Speziellen. Es ist nachgewiesen, dass es Unternehmen Umsatz kostet, wenn ihre Websites Fehler enthalten. Warum? Viele Menschen gehen davon aus, dass die Arbeit auch nicht viel ordentlicher erledigt wird als der Text geschrieben wurde, also warum noch länger bei dem Unternehmen verweilen, wenn der Kunde viel ansprechender ist?

In Deinem Blog repräsentierst Du Dich. Ein ordentlich geschriebener und fehlerfreier Text ist genauso wichtig wie ein schönes Theme oder brillante Fotos. Natürlich darfst Du mich anschreiben und anheuern, ich lese und korrigiere Deine Website in Nullkommanichts, aber selbst wenn Du kein Geld für mich ausgeben willst, lass wenigstens Deine Familie oder Deine Freunde oder irgendjemandem drüberschauen, bitte!!!

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Stöbern! 😉