BANANEN-SMOOTHIES

Das ist für mich einer der Klassiker schlechthin. Gleich zu Beginn biete ich Dir die Möglichkeit, auch direkt zum Rezept zu gehen, wenn Du keine Lust auf Lesen, sondern lieber auf Trinken hast. 😉

Hier sind nur einige der Gründe, warum ich finde, dass eine Banane eine extrem vielseitige Zutat ist, und warum ich sie eigentlich am liebsten in einem Smoothie habe:

  1. Du kannst sie mit beinahe jedem Obst und jeden Beeren kombinieren. Jedenfalls habe ich noch nichts gefunden, zu dem eine Banane nicht passt, angefangen von A wie Apfel bis Z wie Zitrusfrüchten.
  2. Bananen machen Deinen Smoothie auf jeden Fall cremiger, wenn Du ihn so lieber trinkst. Noch cremiger wird er mit Avocado und/oder Kokosnussmilch aus der Dose.
  3. Da eine Banane nicht nur reich an Zucker, sondern auch an Stärke ist, ist sie gegenüber anderem Obst sehr sättigend. In Kombination mit der Avocado und Kokosnussmilch bin ich zusammen mit intermittierendem Fasten den ganzen Tag bis zu meiner Hauptmahlzeit gesättigt. Klingt unglaublich, ist aber mein voller Ernst. Solche Sachen habe ich auch nicht glauben können, bis ich sie selbst ausprobiert habe.
  4. Wenn Bananen länger bei Dir rumliegen, werden sie erstmal sehr süß, bevor sie braun und faulig werden. Mich schreckt es überhaupt nicht ab, wenn schon die gesamte Schale braun ist. Wenn Du sie schälst, ist sie in den allermeisten Fällen noch frei von braunen Stellen (kleine kannst Du einfach wegschneiden), aber dafür so süß, dass Du den Honig locker weglassen kannst. Das ist zum Beispiel für Veganer meiner Meinung nach ein absoluter Geheimtipp, aber auch für Paläo-Anhänger: Zwar dürftest Du Honig essen, aber wenn Du nicht möchtest, weil Du zum Beispiel keinen Honig direkt von einem Imker beziehen kannst, vermeidest Du so, industriellen Zucker verwenden zu müssen, und in meinen Augen spielt das dann keine Rolle, ob es weißer Zucker, brauner Zucker, Stevia, Birkenzucker oder sonst was ist.
  5. Wenn Du gerade mit Paläo anfängst und nicht weißt, wie Du Deinen Heißhunger auf Süßes in den Griff kriegen sollst, ist das auch mein Geheimtipp an Dich. Ich bin süchtig nach Schokolade gewesen; in meinen schlimmsten Tagen habe ich am Tag mindestens zwei Tafeln Ritter Sport Nougat und zu Weihnachten/Ostern unzählige Tüten Nougateier gegessen (ja, ich liebe Nougatschokolade über alles; die besten Nougateier sind meiner Meinung nach die von Merci an Weihnachten! :D). Also immer, wenn ich großes Verlangen nach Süßem bzw. Schokolade hatte, habe ich das mit Bananen und Honig „bekämpft“ und ein Bananensmoothie mit etwas Kakao drin ist mindestens genauso lecker wie ein Stück Schokolade – fast sogar ein wenig zu schokoladig, wenn Du zu viel Kakao nimmst oder die Bananen zu süß sind. Das Tolle daran ist, dass sich Dein Verlangen nach Zucker dann irgendwann einpendelt. Bei mir war das so nach ca. zwei Monaten. Ab da wusste ich, dass ich Schokolade ab und zu essen kann, ohne wieder „rückfällig“ zu werden – und das ist nach vielen Jahren immer noch der Fall. Lass Dich aber nicht entmutigen, falls das nicht bei Dir klappt wie bei mir. Das ist normal, weil jeder Mensch und jeder Körper unterschiedliche Bedürfnisse hat und zur Paläo-Ernährung dazu gehört, das zu finden, was Dein Körper braucht! Aber falls das so gut klappt wie bei mir: herzlichen Glückwunsch!

Wenn Dein erstes Ziel mit der Paläo-Ernährung Abnehmen sein sollte, solltest Du die Menge an Bananen und Honig wirklich im Auge behalten. Es ist nicht gerade förderlich für Deinen Abnehmplan, wenn Du jeden Tag Smoothies mit Honig oder Bananen trinkst, weil sie trotz aller Loblieder nun mal reich an Zucker sind bzw. Bananen auch an Stärke. Selbiges gilt natürlich auch für exotische Früchte mit hohem Zuckergehalt. Aber keine Sorge, in der Regel pendelt sich nach ein paar Monaten Dein Stoffwechsel ein und Dein Körper wird Dir, wenn Du hinhörst, genau sagen, auf was er gerade Lust hat oder was er nicht braucht. Ich hab in den ersten zwei Monaten beinahe täglich einen Smoothie mit Bananen getrunken, inzwischen vielleicht einmal die Woche oder alle zwei Wochen (bzw. wenn ich Lust habe, so genau habe ich das nicht mehr im Blick wie am Anfang, weil wie gesagt, eingependelt und so).

Genug gefachsimpelt! Nachfolgend schreibe ich Dir mein Rezept auf und dazu noch ein paar Varianten, die Dich zu weiteren Smoothiekreationen inspirieren sollen. Wie gesagt, selbst bei Smoothies ist wie beim Kochen experimentieren gefragt, also wenn Du etwas hier nicht findest, aber gerne ausprobieren möchtest – was weiß ich, sagen wir, Bananen mit Joghurt, Zimt, Birne und Chili – trau Dich, es auszuprobieren! Es kann Dir immerhin nur einmal nicht schmecken und danach weißt Du, was Dir geschmacklich liegt und was nicht. 🙂

DAS REZEPT

ZUTATEN FÜR DAS GRUNDREZEPT

1 Banane
1 Avocado
1 Dose Kokosnussmilch von Real Thai (meine Empfehlung, weil sie NUR Wasser und Kokosmilch enthält und keine weiteren Zusatzstoffe wie Verdickungsmittel! Der Link ist KEIN Affiliate Link, sondern führt zu Google Bilder, damit Du das Produkt siehst und das richtige kaufen kannst; ich halte es für unnötig, das Produkt auf Amazon zu bestellen, wenn Du es im Edeka oder Real kaufen kannst…)
Honig nach Geschmack

ZUBEREITUNG

  1. Die Banane schälen, mit den Fingern in kleine Stücke teilen und in Deinen Mixer geben.
  2. Die Avocado einmal rundherum mit einem Messer aufschneiden, den Kern entfernen, das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel aus der Schale lösen und in Deinen Mixer geben.
  3. Die Dose mit der Kokosnussmilch öffnen (achte darauf, Dich dabei nicht zu schneiden, aber einsauen kann schon mal vorkommen 😉 ), bei Bedarf das Fett, dass sich durch das lange Stehen während des Transportwegs/im Lager/im Regal gebildet hat, bei Bedarf mit dem Esslöffel mit der flüssigen Kokosnussmilch unter dem Fett verrühren und ebenfalls in Deinen Mixer geben.
  4. Zu guter Letzt etwas Honig dazugeben und alle Zutaten in kurz aufeinanderfolgenden Intervallen (ein paar Sekunden mixen, Smoothie sacken lassen, wieder ein paar Sekunden mixen, usw.) miteinander mixen. Dabei ab und zu probieren, ob Du noch mehr Honig oder andere Zutaten im Smoothie haben möchtest.

Fertig ist das gute Getränk und wartet nur darauf, von Dir getrunken zu werden. 🙂

VARIANTE 1 – VERSCHIEDENE FRÜCHTE UND BEEREN

  • Für einen fruchtigen Bananen-Smoothie: Äpfel, Birnen (mag ich pur, also zum so essen, gar nicht, aber im Smoothie geben sie einen herrlich fruchtigen Geschmack!), Nektarinen usw.
  • Für einen eher säuerlich-erfrischenden Bananen-Smoothie: frische oder tiefgekühlte Beeren (Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, usw.), frische oder tiefgekühlte Erdbeeren, tiefgekühlte Kirschen (weil die schon entsteint sind…), frisch gepresster Saft von Zitrusfrüchten (Zitrone, Grapefruit, Limette, Orange, usw.)
  • Für einen süßlich-exotischen Bananen-Smoothie: Mango, Galiamelone (ich bin kein allzu großer Fan von exotischen Früchten, deswegen musst Du selbst ausprobieren, was noch passt; aber Vorsicht mit Wassermelonen, die kann Deinen Smoothie unter Umständen zu flüssig werden lassen, wenn Du das nicht magst)

Es gibt Sachen, die ich nur bedingt gut für einen Smoothie finde. Dazu gehören beispielsweise Kiwi und Granatapfelkerne (keine Ahnung, was ich mir dabei gedacht hatte xD). Bei Himbeeren finde ich das mit den Kernen nicht so schlimm, aber bei Kiwi ist mir das zu arg, obwohl Kiwi zusammen mit Karottensaft auch toll schmeckt, wie ich letztens erst herausgefunden hab. Auch Mandarinen oder so sind nicht so optimal wegen ihrer Sehnen usw. Du kannst es natürlich trotzdem ausprobieren, vielleicht stört Dich das ja nicht so sehr. 🙂

VARIANTE 2 – VERSCHIEDENE GEWÜRZE, WEITERE ZUTATEN, GESCHMACKSRICHTUNGEN UND KONSISTENZ

  • Für einen würzigen Bananen-Smoothie: Zimt, gemahlene Vanille, gemahlene Nelken, Lebkuchengewürz (alles schon probiert 😉 ), Chiliflocken (Vorsicht mit der Dosierung, lieber erst ein bisschen und nach und nach zum gewünschten Schärfegrad steigern)
  • Für einen schokoladigen Bananen-Smoothie: Kakao (aber den zum Backen! Vorsicht mit der Dosierung, für einen richtig schokoladigen Smoothie reicht echt schon ein halber Teelöffel – finde ich jedenfalls); auch hier passen Chiliflocken herrlich dazu
  • Für einen flüssigeren Smoothie: Mandelmilch (finde ich am geschmackneutralsten), Sojamilch, Reismilch, Kokosnussmilch aus dem Tetrapak (ist oft einfach nicht so dickflüssig wie der aus der Dose), usw.; normale Milch oder Naturjoghurt geht natürlich auch, wenn Du sie verträgst, aber nach dem Paläo-Prinzip ist Hartkäse bei mir das Höchste der Gefühle, was Milchprodukte angeht

HINWEISE

  • Bei Tiefkühlprodukten musst Du ein wenig auf die Menge achten, weil der Smoothie sehr zäh und dickflüssig werden kann. Wenn Du Kokosnussmilch aus der Dose verwendest, ist der Inhalt der Dose nun mal für einen Smoothie aufgebraucht, im Gegensatz zu Produkten aus dem Tetrapak. Da das in Bezug auf Geschmack jedoch keinen Unterschied macht, gebe ich in solchen Fällen so viel Leitungswasser hinzu, bis er die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
  • Meine Schwester hat mir erzählt, dass sie sich anfangs mit ihrem Smoothiemixer immer Smoothies mit Heidelbeeren machen wollte, aber bis sie auf der Arbeit war (halbe Stunde Fahrtweg) und ihn in ihrer Pause trinken wollte, ist der Smoothie gestockt. Ich persönlich habe da keine Erfahrungswerte, da ich den Smoothie frisch aus der Küche mit in mein Arbeitszimmer nehme und über mehrere Stunden verteilt während der Arbeit als gesunden und leckeren Snack zwischendurch trinke.