Wir allen lieben Pokémon und wir werden es immer lieben, egal wie alt wir sind. Davon bin ich überzeugt. Für Pokémon gibt es wirklich eine Milliarden Möglichkeiten, Bügelperlenbilder zu machen. Das können Pokébälle als Untersetzer/Glasabdeckung sein, klassische Kühlschrankmagneten, ich habe aber sogar schon Ohrringe gesehen!

Vorneweg möchte ich noch eins sagen: Ich bin noch ein Poké-Fan der ersten Stunde. Ich habe die Game-Boy-Spiele gespielt und den Anime angesehen, aber ich bin nie über die Crystal-Edition, sprich über die ersten 251 (von Bisasam bis Celebi also) hinausgekommen, also nie wirklich. Deswegen wirst Du hier leider nur alles in diesem Zeitraum finden, alles darüber hinaus wären Sonderwünsche, für die ich erst recherchieren müsste. 🙂

Ich streue hier an der Stelle noch etwas linguistisches Hintergrundwissen ein: Ich bin ja freiberufliche Übersetzerin und mit einer der Gründe, warum ich Pokémon so liebe, ist die absolut geniale und fantastische Lokalisierung der Pokémonster. Lokalisierung bedeutet, eine kulturelle Assoziation in die eigene Zielgruppe, in meinem Fall das deutsche Publikum, zu übertragen.

Ich nehme jetzt dafür mal Glumanda als Beispiel. Das ist nicht verifziert und nur meine persönliche Vermutung, aber wenn Du Dir den Namen genau ansieht, setzt er sich aus „Glu“ wie „Glut“ und „manda“ wie wahrscheinlich „Salamander“ zusammen. Im Englischen heißt Glumanda „Charmander“, was wahrscheinlich zusammengesetzt ist aus „Char“ wie „charcoal“ (Kohle) und „mander“ wie „salamander“. Natürlich hätte der Übersetzer einfach Kohle nehmen können, aber er/sie hat sich da wirklich die Mühe gemacht, etwas herauszusuchen und sich zu überlegen, was wirklich gut zu einem feuerspeienden Pokémon passen, rhythmisch klingen und uns am sinnvollsten erscheinen könnte. Das ist der Trick der Lokalisierung: Eine Übersetzung finden, die dem Zielpublikum vertraut und logisch erscheint. Traurigerweise hat ein Übersetzer dafür im Vergleich zu den damaligen Zeiten von Pokémon und Co. überhaupt gar keine Zeit mehr, weil das Publikum die übersetzten Fassungen am besten noch vor dem Original haben will…

Wie dem auch sei: Solltest Du jemals selbst Poké-Produkte herstellen wollen und keinen automatischen Übersetzer einsetzen (bitte nicht :*), solltest Du diese Tatsache berücksichtigen, weil kein englischsprachiger Leser/Käufer etwas mit „Glumanda“ anfangen kann. 🙂 Lange Rede, kurzer Sinn, kommen wir nun zum ersten Produkt.

Pokébälle als Glasabdeckung

Ich finde, Pokébälle als Untersetzer oder Glasabdeckung haben irgendwie das Zeug dazu, ein Klassiker zu werden. Sie sind leicht zu machen und passen perfekt. Ein kleiner, aber feiner Unterschied meiner Bälle ist jedoch, dass ich unterschiedliche Größen genommen habe. Ich habe ganz kleine gemacht, die im Durchmesser perfekt für Dosen (ich trinke wahnsinnig gerne Bembel, eine Apfelweinmarke aus meiner Gegend) oder schmale Gläser sind, aber auch die breiten Gläser, die Du eventuell von Ikea oder der Rumsorte Havana Club kennst.

Als erstes habe ich Pokébälle für Gläser gemacht, die eher schmal sind, wie Teegläser, Sektgläser, schmale Trinkgläser, aber eben auch für Dosen:

Links die Dose, so in etwa sollte der Durchmesser der Gläser sein, rechts das Havana-Club-Glas, also etwas breiter wie ein Ikea-Glas, da passen die kleinen Abdeckungen nicht drauf!

Dann ging’s fleißig weiter mit dem Zusammenstecken. Die Pokébälle sind vor allem sehr weiß- und schwarzintensiv, Du solltest also mehr als genug zur Hand haben, wenn Du auch welche zusammenstecken möchtest. Als kleine Besonderheit habe ich in der Mitte, wo normalerweise der Knopf zum Öffnen der Pokébälle ist, ein Loch gelassen, damit da bequem ein kleiner oder großer Strohhalm reinpasst. Dadurch kannst Du Dein Getränk in Ruhe genießen, ohne Angst haben zu müssen, dass eine Wespe reinfliegt und ertrinkt. Damit tust Du also Dir und den Tierchen etwas Gutes!

Der berühmte und extrem seltene Meisterball in Arbeit.

Wie immer kannst Du meine Produkte auf Etsy kaufen. Ich habe Dir ein Foto von den bisher fertiggestellten Pokébällen gemacht. Dies sind die Bälle aus der 1. Generation Rot, Blau, und Gelb, und zwar der normale Pokeball, der Superball, der Hyperball und der Meisterball. Ich weiß, dass der Safariball noch fehlt. Ich hatte den erst noch komplett vergessen und bin erst bei meiner Recherche, wie die Bälle auf Englisch heißen, wieder auf ihn gestoßen. Außerdem folgen noch die Bälle aus der 2. Generation Gold, Silber und Kristall, beispielsweise der Köderball, Schwerball, usw.

Der Meisterball als hervorragende Abdeckungsmöglichkeit, wenn Du in Ruhe den Apfelwein Deines Vertrauens genießen möchtest. Dazu muss ich aber sagen, dass Du den Ring am besten ab machst. Durch das Loch in der Mitte hält der Strohhalm nämlich auch ohne den Dosenring!
Der Superball als Abdeckung für ein Teeglas.
Der Pokeball als Abdeckung für ein hohes, schmales Glas. In meinem Fall ist es eins von Villeroy & Boch, ich könnte mir das aber auch gut als Abdeckung für Sektgläser und ähnlich schmale vorstellen!
Der Pokeball, der Superball, der Hyperball und der Meisterball im Set. Weitere Pokébälle folgen noch!